GreatEMU

Der Blog zu meiner Auswanderung in die Schweiz

Schlagwort: Krankenkasse Seite 1 von 2

#21: Mittelaltermarkt in St. Ursanne

Außer, dass ich meinen Mietvertrag unterschrieben habe, gibt es heute nicht viel zu berichten. Von daher gibt es wieder nur eine Bildergalerie vom Mittelaltermarkt in St. Ursanne.

Dann habe ich noch eine Sache dazu gelernt und eine Sache ist mir aufgefallen:

  1. Für ein Medikament wurde mir ein „Dauerrezept“ ausgestellt. Dieses liegt nun in der Apotheke und ist ein halbes Jahr lang gültig. D.h., wenn ich „Nachschub“ benötige muss ich nur in die Apotheke gehen und bekomme dann erneut meine Medizin.
  2. Seit einigen Tagen kann man hier bereits Feuerwerk für die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag am 01.08. kaufen. Aber im Gegensatz zu Deutschland, an den Tagen vor Silvester, habe ich hier noch nicht einen Böller gehört bzw. eine Rakete gesehen.

#17: Fast zwei Monate Schweiz

Jetzt bin ich seit fast zwei Monaten in der Schweiz und kann erneut eine Zwischenbilanz ziehen.

Der Anfang war ja mit einigen Schwierigkeiten verbunden. So hat sich die Kontoeröffnung über mehr als vier Wochen hingezogen, da die Bank meine deutsche Steuernummer haben wollte, obwohl ich alle ihre Forderungen nach einer schweizer Steueransässigkeit erfüllt hatte. Nach dem ich dann endlich meinen B-Ausweis erhalten hatte und ich eine Kopie der Bank zustellen konnte, war dieses Thema erledigt.
Etwas problematisch war auch die Findung eines Hausarztes. Die gewünschte Praxis, die gerade mal 100 Meter von meiner Wohnung entfernt ist, nimmt keine neue Patienten auf. Wie meine Arbeitskollegen anmerkten, ist dies in der Schweiz ein durchaus normaler Zustand und ich könne mich auf eine lange Suche einstellen. Der zweite Anruf bei einem Arzt führte dann aber schon zum Erfolg. Lustigerweise kommt der Arzt auch noch aus Bochum. Das Ärzte vorrangig nicht aus der Schweiz stammen ist wohl auch eher die Regel.

Da alles organisatorische nun also erledigt ist, kann ich mich um einen geregelten Alltag in der Schweiz bemühen.
Ohne Familie fällt dies natürlich schwer, aber auch das wird wohl vorerst ein dauerhafter Zustand bleiben.

Wie fällt also mein Fazit aus?
Ich fühle mich immer wohler hier! Stellenweise kann ich es noch gar nicht glauben, dass ich hier in diesem ganzen Umfeld leben darf. Ich warte immer noch auf einen Haken oder einen herben Rückschlag. Aber in zwei Monaten kann man aber auch noch nicht alles erlebt haben. Also warten wir mal ab.

Zumindest ist die Arbeit immer noch interessant und der Umgang mit den Kollegen ist echt prima. Sprachlich habe ich auch immer weniger Lücken. Im Vorfeld habe ich immer wieder von einer Ablehnung gegen Deutsche gehört. Auch davon habe ich noch nichts mitbekommen. Ich habe auch schon den ersten sozialen Kontakt außerhalb der Arbeit geknüpft. Zur Landschaft und den Freizeitmöglichkeiten muss ich wohl nichts weiter sagen…

In den Fotoalben gibt es direkt zwei neue Galerien zu meinen Ausflügen vom Wochenende. Gestern war ich zum Skifahren auf dem Titlis und heute bin ich durch die Taubenlochschlucht gewandert. Beide Ziele sind innert einer guten Stunde erreichbar.

Abschließend noch ein paar Dinge die mir wieder aufgefallen sind:

  • Meine Spülmaschine hat ein extra Programm für Raclette
  • Die Spritpreise bleiben über mehrere Tage stabil
  • Supermärkte bieten auch Zigaretten zu Angebotspreisen an
  • An verkaufsoffenen Feiertagen kann man ein Einkaufszentrum auch ohne Stau und Parkplatz-Probleme besuchen

#16: Erste Zweifel

Nachdem ich nach meiner Rückkehr aus Deutschland am Sonntag wieder ein Schreiben der Postfinance im Briefkasten hatten, wodurch sich erneut die Eröffnung meines Kontos verzögert, frage ich mich, ob mich die Schweiz überhaupt haben will.
Die Bank möchte (erneut) meine Steuernummer haben. Im Begleitschreiben steht allerdings, dass dies nur notwendig ist, wenn man eben nicht in der Schweiz wohnt. Bei der Kontoeröffnung hatte ich bereits die Anmelde-Bescheinigung der Gemeinde mit eingereicht. Es ist echt schwer in der Schweiz etwas ohne den Ausländerausweis zu bewerkstelligen.
Der Abschluss eines Handy-Vertrages scheiterte bereits schon am gleichen Problem.
Zudem kommt noch die schleppende Entwicklung bei meiner Krankenkasse. Nach 3 Wochen habe ich bisher nur eine Versicherungspolice und eine Rechnung für diesen und den kommenden Monat erhalten. Eine Versichertenkarte habe ich noch nicht erhalten.

Wenn ich das alles so betrachte, könnte man zu dem Schluss kommen, dass so etwas wie das Schicksal der Meinung ist, ich sollte nicht hier sein.

Zum Glück war am Sonntag aber auch ein Brief der Gemeinde im Briefkasten, mit der Eingangsbestätigung des Ausländerausweises. Im Tausch mit einem Passbild und 72 CHF konnte ich diesen dann am Montag endlich (Dieser Vorgang dauerte dann doch nur drei, anstatt angekündigter sechs Wochen) in Empfang nehmen.

Ich hoffe, dass sich die übrigen Sachen jetzt auch schnell klären. Dann kann ich das alles unter „Startschwierigkeiten“ verbuchen.

Zumal die anderen Gegebenheiten hier echt Klasse sind. Die Arbeitskollegen sind alle äußerst nett, entgegenkommend und sehr bemüht, mich zu integrieren. An der Landschaft kann ich mich immer noch sehr erfreuen und heute war ich mal wieder in Solothurn, was ich mir als dauerhafte Bleibe sehr gut vorstellen kann.

Zum Schluss dann noch vereinzelte Dinge, die mir wieder aufgefallen sind:

  • Die Computer-Tastatur unterscheidet sich von denen in Deutschland und bedarf noch einer gewissen Gewöhnung (keine Umlaute in Großschrift, kein „ß“, Sonderzeichen an anderer Stelle)
  • Fahrradfahrer, die über einen Zebrastreifen gehen, steigen vorher vom Fahrrad
  • wenn jemand niest, entschuldigt sich derjenige schon mal

Ich habe auch eine neue Foto-Gallerie erstellt, mit Fotos aus meinem Wohnort.

Seite 1 von 2

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén