Da es zur Zeit nicht viel Neues zu berichten gibt, gibt es heute nur eine kleine Bildergalerie von meinem Ausflug zum Thunersee.

Ich hätte aber noch ein paar neue Erfahrungen, die ich hier gesammelt habe und mitteilen möchte:

  • wegen eines defekten Autos musste ich eine zeit lang mit der Bahn zur Arbeit fahren. Dabei habe ich gelernt, dass es im Nahverkehr Haltestellen gibt, an denen nur auf Verlangen gehalten wird. So gibt es im Zug und am Bahnsteig einen entsprechenden Halte-Knopf.
  • da mein Auto innert 4 Wochen dreimal in die Werkstatt musste, kann ich auch noch von dem riesigen Vertrauen der Menschen hier untereinander berichten. Als ich das Auto nach der dritten Reparatur abgeholt habe und bezahlen wollte, wurde ich nur fragend angeguckt. Ich hätte ja schon beim letzten mal bar bezahlt, so dass ich nun eine Rechnung bekommen würde.
  • In der Regionalbahn (so gross, wie eine Straßenbahn in Deutschland, aber ausgestattet und schnell wie eine S-Bahn) fragen neu zugestiegene Passagiere ob der Platz frei ist, bevor sie sich hinsetzen. Zudem sind selbst diese Züge klimatisiert.
  • Das Bemerkenswerteste aber, was mir in den letzten Wochen aufgefallen ist, ist die Wertschätzung und Dankbarkeit, die man auf der Arbeit erfährt. So viel Lob oder nur ein einfaches „Danke“ habe ich in Deutschland in den letzten 10 Jahren nicht bekommen.
    Und für ein großes Projekt was umgesetzt wurde, an dem ich nur einen kleinen Anteil hatte, gibt es jetzt einen halben Tag Extra-Ferien, der mit einem Team-Event begangen wird.

Im übrigen ist meine Wohnungssuche auch beendet. In Grossdietwil habe ich genau die Wohnung gefunden, die ich gesucht habe.

…mit großer Terrasse


…und tollem Ausblick

In diesem Zusammenhang gibt es noch ein Unterschied zu Deutschland, der mir aufgefallen ist:
Wenn man eine Wohnung besichtigen möchte, bekommt man nicht einen Termin vorgelegt, sondern soll seinerseits Terminvorschläge machen.