Obwohl viele davon abgeraten haben, sich eine Wohnung anzuschauen bei der eine Vermittlungsgebühr verlang wird, habe ich mich  dazu entschlossen. Denn wie schon bei der Jobsuche sind die Angebote ohne Vermittler sehr überschaubar  (in diesem Fall geht die Tendenz sogar gegen 0) und bei diesem Angebot passte der Zeitraum der Befristung genau zu meinem Plan.

Also machte ich mich Donnerstag Morgens auf die rund 600 km lange Strecke Richtung Birr. Den Weg bis Basel schaffe ich mittlerweile auch ohne Navi. Wir hatten verabredet, dass ich mich von unterwegs melde, wenn ich eine genaue Ankunftszeit kenne. Mein Anruf wurde jedoch nicht angenommen. Da machte ich mir dann doch schon Gedanken, ob der Weg über einen Vermittler doch der Richtige war. Nach wenigen Minuten kam dann aber der Rückruf und ich kündigte mich für halb 3 an.

Erfreulicher Weise war der Weg von der Autobahn zum einen recht kurz und zum anderen auch leicht zu finden. An der Wohnung angekommen, bei der Suche nach einem Parkplatz, traf ich direkt auf die Vermieterin.
Nach einem kurzen Smalltalk über Autofahrt und Wetter sind wir sofort in die Wohnung und dann ging alles mal wieder sehr schnell. Wir haben uns alle Räume angesehen, offene Fragen geklärt und glücklicherweise dann auch direkt den Mietvertrag unterschrieben. Sympathie und Vertrauen, bei solch einer Art der Vermietung eher essentiell,  war auf beiden Seiten schnell hergestellt.
Typisch Schweizerisch war dann auch die Kontrolle meiner Bonität. Im Vorfeld hatten wir vereinbart, dass ich meine SCHUFA-Auskunft (heißt in der Schweiz Betreibungsauszug) und den Arbeitsvertrag mitbringe. Bei meinem Arbeitsvertrag hat sich die Vermieterin aber lediglich die Stellenbezeichnung angesehen. Das Gehalt war ihr dann ein zu persönliche Angabe.

Das schöne an der Wohnung ist zum einen die Lage. Egal aus welchem Fenster man schaut, man guckt immer direkt ins Grüne. Entweder direkt auf eine Wiese oder Weide und wenn man in die Ferne blickt auf einen „Berg“.  Nur wenige Meter  von der Wohnung entfernt befindet sich ein hügeliger Wald, der viele Wandermöglichkeiten bietet. Zudem steht mir eine eigene Waschmaschine samt Trockner zu Verfügung. Dazu muss ich allerdings die Wohnung verlassen und durch den Pferdestall (falls man doch mal vergessen sollte, das man ländlich wohnt 😉 ) in den Keller, der auf Schweizerisch Estrich heißt.
Ein weitere Pluspunkt der Wohnung ist, dass die Vermieterin mir alle Gebrauchsgegenstände, wie Geschirr, Besteck, Bettwäsche, überlässt.

Der Ort, ich glaube hier darf man ruhig noch Dorf sagen, bietet auch alles was man benötigt. Metzger, Bäcker (oder wie ich gelernt habe Metzg, Beck), Supermarkt, Bank, Post und sogar eine Pizzeria mit Lieferservice.
Auf dem Weg zur Autobahn befindet sich dann noch ein etwas größeres Einkaufscenter.

Damit ist dann ein weitere wichtiger Punkt der To-Do-Liste abgehakt.

Wohnungseingang

Wohnungseingang

Weitere Fotos im Album.