Nun ist mehr als ein Jahr nach meinem letzten Blog-Eintrag vergangen. Aber die aktuellen Umstände verschaffen mir Zeit, mal wieder etwas zu schreiben.
Aus einem meiner letzten Beiträge ist noch eine Frage offen: Was ist aus dem Antrag zur Nachberechnung der Quellensteuer geworden?

Zunächst kann ich sagen, dass sich das Steueramt ziemlich genau an die angekündigte Bearbeitungszeit von 12 Monaten gehalten hat. Schlussendlich hat es sogar über 1 Jahr gedauert, bis ich den endgültigen Entscheid erhalten habe.
Aber immerhin wurden nahezu alle Angaben akzeptiert, so dass ich mehrere Hundert Franken zurückerstattet bekommen habe. Meine Ausgaben für ein Darlehn und Unterhaltszahlungen wurde akzeptiert. Lediglich bei den Fahrkosten wurden Abstriche gemacht.
Ich kann also allen Quellensteuer-Zahler, die gewissen zusätzliche Ausgaben haben, empfehlen eine Nachberechnung der Quellensteuer zu beantragen.

Mit der Beantragung der Nachberechnung zur Quellensteuer für das Jahr 2018 wollte ich dann warten, bis ich den Bescheid aus dem Jahr 2017 erhalten habe. So wollte ich prüfen, ob es sich überhaupt lohnt und welche Ausgaben ich überhaupt absetzen kann. Da die Bearbeitung aber solange gedauert hat, war die Frist für die Einreichung der Unterlagen für 2018 leider schon verstrichen.

Zum Thema Steuern beschäftige mich dann als nächstes die Frage, ab wann ich zur Zahlung der regulären Steuer verdonnert werde. Dies geschieht dann, wenn man in einem Jahr eine gewisse Gehaltsgrenze übersteigt. Bis dato wusste ich nicht, ob das Netto- oder Bruttoeinkommen dafür ausschlaggebend ist. (Weitere Erklärungen zum Thema Steuern (im Kanton Luzern) gibt es hier: Kanton Luzern )
Am Anfang des Jahres bekam ich dann zunächst ein Schreiben der Steuerverwaltung Luzern, dass ich auf Grund meine Brutto-Gehalts eine ordentliche Steuererklärung abgeben müsse. Die Unterlagen würden mir dann von der Gemeinde zugestellt werden.

Bis ich dann die Unterlagen des regionalen Steueramtes erhalten habe vergingen doch einige Wochen.
Zum Aufüllen der Steuererklärung kann man sich ein Programm herunterladen, dass ziemlich intuitiv zu bedienen ist. Im Vergleich zur deutschen Steuererklärung sind alles in allem vielleicht ein Dutzend Angaben zu machen.
Besonders praktisch: Formulare können direkt in das Programm hochgeladen werden und am Ende gibt man eine ID ein, die einem mit dem Schreiben mitgeteilt wurde. Dann kann man die Steuererklärung direkt online einreichen. Im letzten Schritt werden dann auch direkt die einzelnen Beträge für Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuer angezeigt. So kann man direkt die Differenz zur gezahlten Quellensteuer berechnen.

Bis zur Antwort des Steueramts dauerte es auch keine 2 Wochen. Und tatsächlich – ich bekomme wieder einen ordentlichen Betrag zurück. 🙂
Mit der Antwort erhielt ich auch direkt ein Schreiben, wie mit meinem Überschuss umgegangen werden soll. Anrechnung auf die kommende Steuer oder Auszahlung…
Bis ich den Betrag dann auf meinem Konto hatte verging auch gerade mal 1 Woche.

Inzwischen habe ich auch schon die ordentliche Steuererklärung für das Jahr 2019 eingereicht. Durch meinen Umzug in die (steuergünstige) Gemeinde Eich wird die Rückzahlung wohl noch etwas höher ausfallen.