GreatEMU

Der Blog zu meiner Auswanderung in die Schweiz

Kategorie: Bewerbung Seite 1 von 2

#11: Das dritte Vorstellungsgespräch

Hier nun wie versprochen die Bilder meiner Reise in den Oberaargau.

Das bzw. die Vorstellungsgespräche (kurzfristig wurde vereinbart, dass zweite Vorstellungsgespräch direkt im Anschluss an das Erste durchzuführen, um mir die Fahrerei zu ersparen) verliefen recht gut. Vor dem ersten Gespräch fragte mich die HR-Consultant, ob sie in Mundart oder Hochdeutsch mit mir reden solle. Da ich dem Mundart-Gespräch zustimmte, konnte ich wohl schon Pluspunkte sammeln.
Das zweite Gespräch wurde dann mit drei potenziellen Kollegen aus der Entwicklungs-Abteilung geführt.
Insgesamt dauerte der Termin 4 Stunden und aktuell warte ich auf die Rückmeldung.

Abschließend noch meine neuen Erfahrungen aus der Schweiz:

  • An Autobahn-Parkplätzen muss nicht unbedingt angegeben sein, dass eine Toilette vorhanden ist. Im Gegensatz zu Deutschland, wo auch nur dort Toiletten ist, wo sie auch angekündigt ist. Ein weiterer Unterschied zu den deutschen Rastplatz-Toiletten: Man muss vor dem Betreten nicht unbedingt die Luft anhalten.
  • Beim Einkaufen in einer Buchhandlung muss man für eine Stofftüte nichts extra zahlen. (Da ich seltener in Buchhandlungen einkaufe, kann ich nicht sagen, ob es in Deutschland genau so gehandhabt wird)
  • Bei mehreren Stadtbummeln habe ich nun erfahren, was Entschleunigung bedeutet. Egal durch welche Straßen oder Supermärkte ich gelaufen bin. Alles ist geprägt von Ruhe und Entspanntheit.

#10: Eine neue Hoffnung

Es brennt wieder ein Licht am Ende des Tunnels!

Unmittelbar nach dem ernüchternden Anruf von vor 2 Wochen habe ich sofort meine alten Headhunter wieder angeschrieben und Job-Alarme auf den Jobbörsen aktiviert. Innert 1 Stunde (und da war es bereits später Abend!) bekam ich von einem Personalvermittler auch direkt eine Antwort, mit der Ankündigung am nächsten Morgen Vakanzen zugeschickt zu bekommen. In den folgenden zwei Tagen führte ich dann auch wieder die vielversprechenden Telefonate mit den übrigen Vermittlern. Das war es dann aber auch schon von dieser Front.

Glücklicherweise habe ich auch freie Stellen ohne eine Personalvermittlung gefunden. So habe ich mich am 21.12. bei einer Firma beworben. Einen Tag später kam die Eingangsbestätigung mit dem Hinweis, dass der Bewerbungsprozess dauern würde und ich mich gedulden sollte.
Es sollte dann bis zum 27.12. dauern bis ich einen Anruf von der Firma erhielt. Man möchte mich gerne zu einem Vorstellungsgespräch einladen, welches wir auf den 12.01. terminiert haben. Da soll mir noch mal einer sagen, dass es in der Schweiz langsam zugeht…

Kurzfristig wurde dann auch noch für heute ein Vorabgespräch mit einem IT-Verantwortlichen vereinbart. Dies war aber weniger ein Vorstellungsgespräch sondern vielmehr der „Versuch“ mir die Stelle auszureden.
Das klingt jetzt dramatischer als es war. Es ging viel mehr darum eventuelle Erwartungen an die Stelle zu mindern, um nicht umsonst die 600 km Strecke zu fahren. So gesehen also ein eher freundliches Entgegenkommen.
Als erstes ging es also darum, dass die Firma auf dem platten Land liegt und ich kein großes, abwechslungsreiches Freizeitprogramm erwarten könne. Kern des Gesprächs war aber, dass eine Umstellung in der Firma bevorsteht, bei der noch nicht feststeht, welche Richtung eingeschlagen wird. So oder so wäre aber meine Tätigkeit im aktuellen Umfeld über einen Zeitraum von 5 Jahren gesichert. (Klingt jetzt sehr kryptisch, aber mehr möchte ich dazu nicht sagen).
Die angesprochenen Punkte sind für mich aber jetzt nicht so gravierend, dass ich das Vorstellungsgespräch absagen müsste. Das Gegenteil ist da eher der Fall.

Somit freue ich mich, euch in knapp 2 Wochen Bilder aus dem Oberaargau präsentieren zu können. 😉

#5: Anerkennungsverfahren

Meine Beiträge haben bisher Erfahrungen und Beobachtungen aus der Vergangenheit beinhaltet. Ab jetzt erfolgen die Beiträge quasi „live“

Meine Frau arbeitet in Deutschland als HEP (Heilerziehungspfleger) und möchte in der Schweiz auch wieder in diesem Bereich arbeiten. Nach einigen Recherchen habe ich herausgefunden, dass der entsprechende Beruf in der Schweiz FaBe (Fachfrau Betreuung) mit Fachrichtung Behinderung heißt. Da dies ein reglementierter Beruf ist, muss dass Deutsche Diplom von einer Schweizer Behörde anerkannt werden. In diesem Fall ist das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) dafür zuständig.

Ein entsprechendes Formular für ein sogenanntes Vorgesuch kann direkt beim SBFI heruntergeladen werden. Das ausgefüllte Formular haben wir zusammen mit einigen Kopien von Abschlusszeugnissen und Diplom Anfang August per Post verschickt.

Letzten Samstag kam dann die Antwort. Enthalten waren weitere Formulare die mit Angaben zur Person, der Berufsausbildung etc. ausgefüllt werden müssen. Zudem müssen nun die Dokumente in einer beglaubigten Abschrift beigefügt werden. Nach einer Zahlung von CHF 550 kann dann der ganze Stapel wieder zurück geschickt werden. Die Bearbeitung kann dann bis zu 6 Monate dauern.

Jetzt stellt sich zunächst mal die Frage, wie ich bei einer Online-Bank eine Quittung für eine geleistete Zahlung bekommen kann.

Seite 1 von 2

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén