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Der Blog zu meiner Auswanderung in die Schweiz

Kategorie: Alltag Seite 1 von 3

#24: Erlebnis Reifenwechsel

Winter is comming…
Und da meine Winterreifen weniger Profil als Slicks hatten, habe ich mir Winterreifen bestellt. Praktischer Weise konnte ich die direkt zu einer Werkstatt schicken lassen.
Da ich auf meine Mail wegen der Terminabsprache keine Antwort bekommen habe, bin ich vorige Woche zu der Werkstatt gefahren. Nach einer kurzen Fahrt durch Wälder und Felder bin ich dann ganz überraschend auf meinem Bauernhof gelandet. Dort hat mich irgendwie nichts an einen Reifenhändler erinnert.
In einer etwas grösseren Garage brannte noch Licht und alles weitere wurde geklärt.

Letzten Montag hatte ich dann meinen Termin zum Reifenwechsel. Ich wusste zunächst nicht, wo ich auf dem Hof hin sollte, aber da ich schon erwartet wurde, öffnete sich das Rolltor einer Scheune und der Wechsel konnte beginnen.
Dass ich meine Räder selber aus dem Kofferraum holen musste und auch sonst Hand mit anlegen musste/konnte hat mich bei den Umständen weder gewundert noch gestört.
Wieder einmal hat sich herausgestellt, dass mein Auto nicht von der Stange ist. Die Standard-Nuss für die Radmuttern passte nicht. Nach einer kurzen Verwunderung des Bauern, respektive Monteurs, war eine passende Nuss aber schnell gefunden und nach einer guten Stunde war der Reifenwechsel vollbracht.

Dass in der Schweiz bei jeder Gelegenheit Smalltalk betrieben wird, ist mir mittlerweile bewusst. Aber nach getaner Arbeit wurde ich dann noch auf ein Bier eingeladen!
In der Stube sass dann schon die Familie zusammen und wir hatten noch einen angenehmen und lustigen Abend. Eine weitere Flasche Bier und ein Glas Wein musste ich dankend ablehnen, sonst wäre der Abend wohl auch noch feucht-fröhlich geworden.

Dass ich nun mit dem Bauer/Monteur per Du bin, bedarf wohl keiner weiteren Erwähnung.

#20: Alltag und Wohnungssuche

Da es zur Zeit nicht viel Neues zu berichten gibt, gibt es heute nur eine kleine Bildergalerie von meinem Ausflug zum Thunersee.

Ich hätte aber noch ein paar neue Erfahrungen, die ich hier gesammelt habe und mitteilen möchte:

  • wegen eines defekten Autos musste ich eine zeit lang mit der Bahn zur Arbeit fahren. Dabei habe ich gelernt, dass es im Nahverkehr Haltestellen gibt, an denen nur auf Verlangen gehalten wird. So gibt es im Zug und am Bahnsteig einen entsprechenden Halte-Knopf.
  • da mein Auto innert 4 Wochen dreimal in die Werkstatt musste, kann ich auch noch von dem riesigen Vertrauen der Menschen hier untereinander berichten. Als ich das Auto nach der dritten Reparatur abgeholt habe und bezahlen wollte, wurde ich nur fragend angeguckt. Ich hätte ja schon beim letzten mal bar bezahlt, so dass ich nun eine Rechnung bekommen würde.
  • In der Regionalbahn (so gross, wie eine Straßenbahn in Deutschland, aber ausgestattet und schnell wie eine S-Bahn) fragen neu zugestiegene Passagiere ob der Platz frei ist, bevor sie sich hinsetzen. Zudem sind selbst diese Züge klimatisiert.
  • Das Bemerkenswerteste aber, was mir in den letzten Wochen aufgefallen ist, ist die Wertschätzung und Dankbarkeit, die man auf der Arbeit erfährt. So viel Lob oder nur ein einfaches „Danke“ habe ich in Deutschland in den letzten 10 Jahren nicht bekommen.
    Und für ein großes Projekt was umgesetzt wurde, an dem ich nur einen kleinen Anteil hatte, gibt es jetzt einen halben Tag Extra-Ferien, der mit einem Team-Event begangen wird.

Im übrigen ist meine Wohnungssuche auch beendet. In Grossdietwil habe ich genau die Wohnung gefunden, die ich gesucht habe.

…mit großer Terrasse


…und tollem Ausblick

In diesem Zusammenhang gibt es noch ein Unterschied zu Deutschland, der mir aufgefallen ist:
Wenn man eine Wohnung besichtigen möchte, bekommt man nicht einen Termin vorgelegt, sondern soll seinerseits Terminvorschläge machen.

#18: nur eine neue Bildergalerie

Eigentlich wollte ich heute nur eine Bildergalerie von meinem Ausflug am Wochenende veröffentlichen. Aber dann hatte ich heute noch ein überraschendes „Erlebnis“ von dem ich kurz berichten möchte.

Am Morgen hatte ich eine Mail zu meinem Hausarzt geschickt um ein Rezept zu bestellen. Dies ist in Deutschland ja mittlerweile das übliche Vorgehen, um eine Wartezeit bei der Abholung des Rezeptes zu vermeiden.
Eine knappe Stunde später bekam ich dann eine Antwort aus der Praxis. Aber anders als erwartet, habe ich keine Bestätigung erhalten, dass ich das Rezept abholen könne, sondern als Anlage direkt das Rezept.!

Hier gibt es dann auch noch die Bilder von meinem Wochenend-Ausflug.

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